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Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige

20.07.2007: Morgen wird zum neunten Mal der Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige begangen. Zu diesem Anlass weise ich auf die Notwendikeit von Risikominiemierungsstrategien in der Suchthilfe hin.

Risikominimierung statt Verbote

Anlässlich des Nationalen Gedenktages für verstorbene Drogenabhängige begrüßt Katja Husen, gesundheitspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion, die Hamburger Bundesratsinitiative zur Fortführung des Heroinvergabemodells: "Sucht ist eine schwere Krankheit, der nicht allein mit Verboten und Abstinenzforderungen begegnet werden kann. In einer Welt, in der der Konsum psychoaktiver Substanzen wie Alkohol, Medikamente und Drogen alltäglich ist, müssen das Überleben und die Verbesserung der Lebensbedingungen von Abhängigen im Vordergrund stehen. Maßnahmen zur Reduzierung der gesundheitlichen Risiken des Konsums sollten selbstverständlich sein." Dazu gehören der Erhalt und die weitere Schaffung von Konsumräumen, der Spritzentausch und die Übernahme des Heroinmodells in die Regelversorgung ebenso wie die Förderung von Projekten zum kontrollierten Konsum.

"Der Kampf um das Überleben von Abhängigen illegaler Drogen durch Konsumräume oder Spritzentausch wurden immer wieder als Verharmlosung von Drogen beschimpft. Die deshalb sinkenden Zahlen der Drogentoten haben sich aber auch die Kollegen der CDU immer gerne angerechnet."

Die Zahl der Drogentoten ist seit 1996 tendenziell rückläufig. Starben damals 159 Hamburgerinnen und Hamburger an den Folgen ihres Drogenkonsums, waren es 55 im Jahr 2006.

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