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Jugendschutz konsequent umsetzen

06.07.2007: Pressemitteilung von Katja Husen und Christiane Blömeke zu dem Flatrate-Antrag der GAL. Der Antrag wurde am 5. Juni von der Bürgschaft federführend in den Gesundheitsausschuss und mitberatend in den Familienausschuss überwiesen.

GAL fordert Strategie gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen

Die Bürgerschaft stimmt heute über einen Antrag der GAL-Bürgerschaftsfraktion ab, der die konsequente Umsetzung von Jugendschutzbestimmungen, eine verstärkte Suchtprävention und die Prüfung eines Verbots von Flatrate-Partys und deren Werbung fordert. Außerdem setzt sich die GAL-Fraktion dafür ein, dass Alkohol nur zu marktüblichen Preisen abgegeben werden sollte und will so Veranstaltungen, die mit der Abgabe von Alkohol zu Schleuderpreisen werben, eindämmen.

"Wir brauchen eine umfassende Strategie gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen. Auch Verbote von Alkoholbilligangeboten müssen geprüft werden, die Jugendliche zum vermehrten Alkoholkonsum verlocken. Es ist alarmierend, dass immer mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzesse stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen", sagt die jugendpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion Christiane Blömeke.

Katja Husen, gesundheitspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion betont die Notwendigkeit stärkerer Prävention und Ursachenforschung. "Um wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen für die kleine Gruppe der riskant konsumierenden Kinder und Jugendlichen zu entwickeln, müssen wir die Ursachen für ihr Verhalten kennen," so Husen. "Noch wirksamer als Prävention ist es aber, die Verfügbarkeit einzuschränken. In diesem Zusammenhang müssen auch Verbote von Flatrate-Partys geprüft werden ."

Beide Politikerinnen fordern zudem eine verstärkte Zusammenarbeit mit den angrenzenden Bundesländern, da insbesondere auch Diskotheken des Hamburger Umlandes mit Billigangeboten locken und von zahlreichen Hamburger Jugendlichen besucht werden. "Jugendschutz darf an der Landesgrenze nicht aufhören und der Senat täte gut daran, diese Zusammenarbeit zum Schutz der Jugendlichen jetzt zu intensivieren" so Blömeke und Husen.

Laut Hamburger Schulbus-Studie für das Jahr 2005 haben drei Viertel der befragten Jugendlichen bereits vor dem 15. Lebensjahr Alkohol konsumiert und ca. 25 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gaben an, bereits im Alter unter 12 Jahren erstmals Erfahrungen mit Alkohol gemacht zu haben. Während die durchschnittliche Häufigkeit des Alkoholkonsums bei den ab 16 Jährigen auf hohem Niveau stabil bleibt, deutet sich bei den 14 bis 15 jährigen ein Anstieg in der Konsumhäufigkeit an. Dabei hat jeder 8. männliche und jede 13. weibliche Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren einen zu hohen Alkoholkonsum. Zum Flatrate-Trinken und zum Konsumverhalten von Kindern ab dem 12. Lebensjahr liegen dem Büro für Suchtprävention keine Hamburger Daten vor.

Der GAL Antrag befindet sich in der anhängenden Datei.

Zugehörige Dateien:
18-6405_Antrag Schutz vor Allkoholmissbrauch.mhtDownload (94 kb)
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